Dies ist keine offene Werbeplattform und ich nenne hier ausschliesslich Software die ich selbst ständig einsetze, gut kenne und daher auch beurteilen kann. Hier möchte ich einige ausgewählte Software-Produkte vorstellen die bei meiner täglichen Arbeit mit Windows (sowohl beruflich als auch privat) unentbehrlich geworden sind. Total
Commander
Was braucht ein Fisch primär um leben zu können? Genau, Wasser. Ein Flugzeug um fliegen zu können? Flügel natürlich. Ein Windows-Profi und überhaupt jeder der viel mit Dateien arbeitet? Ganz klar: Total Commander von Christian Ghisler. Was sich hier wie ein simpler Werbespot anhört, ist für Fans dieses professionellen Dateimanagers so etwas wie eine Lebensart. Wobei die profane Bezeichnung "Dateimanager" schon fast eine Beleidigung darstellt, denn Total Command (kurz: TC) hat es in sich. Eher müsste man ihn wohl als Eier-legende-Woll-Milch-Sau bezeichnen und noch treffender als "Schweizer Taschenmesser" unter den Dateimanagern, denn TC kommt aus der Schweiz. Der Umgang mit Dateien ist nur eines von vielen Aufgaben die TC mit Bravour erledigt. Da wäre zum Beispiel die unverzichtbare und sehr flexible Synchrofunktion zwischen zwei Verzeichnissen, die mächtige Umbenennfunktion, der integrierte FTP-Client, der integrierter Zip-Packer, CRC Summen prüfen und erzeugen können, Ordner Tabs usw. usf. Was er selbst noch nicht kann, wird ihm mit Plugins beigebracht. Alle Plugins und zahlreiche Informationen sowie Foren finden sich auf der Homepage von TC. Das ist Shareware die jeden einzelnen Cent wert ist! ![]() xp-AntiSpy
Einer frischen Installation von Windows XP muss man erstmal ein paar Dinge abgewöhnen. Zum Beispiel die Fehlerberichterstattung die für den einzelnen Anwender direkt keinen Nutzen bringt und in einer Firma nur für unnötige Anrufe in der IT-Abteilung sorgt ala "Da is' ein Fehler, keine Ahnung was da los ist, aber der frägt mich ob ich den Bericht an MS schicken will". Sowas kann kein Admin brauchen. ;) Ein weiteres Beispiel ist der Messenger der sich penetrant immer wieder meldet und hierzulande eher weniger verwendet/benötigt wird. Ob nun hinter allem was man mit xp-AntiSpy abschalten kann eine Spionagefunktion steckt, sei dahingestellt. Fest steht jedoch, dass unter XP standardmässig einige Funktionen aktiviert sind, die entweder völlig überflüssig oder sogar kontraproduktiv sind. Ein erfahrener XP Benutzer kann dies im Prinzip manuell über den Registry Editor selbst erledigen, jedoch ist das mit diesem kleinen Tool sehr viel schneller und vor allem übersichtlicher erledigt. Wer wie ich XP nicht nur privat installiert, sondern dies auch beruflich tun muss, hat schlicht keine Zeit jede Kleinigkeit in der Registry von Hand zu ändern. ![]() Virtual
PC
Eines der genialsten Softwareproduke ist ganz sicher Virtual PC. Damit lässt sich ein kompletter PC im PC simulieren, inklusive virtuellen Festplatten. Ich verwende es sowohl beruflich als auch privat um meine Programme mit den verschiedenen Windows Varianten zu testen, ohne auch nur ein einziges Mal meinen echten PC neu starten zu müssen. Damit kann man auf das zeitaufwendige und umständliche partitionieren inklusive Einrichtung eines Bootmanagers verzichten, dass spart Zeit und Nerven. Man kann im virtuellen PC tatsächlich effektiv arbeiten, eine aktuelle Hardware vorausgesetzt natürlich. VPC kann von den Möglichkeiten zwar nicht ganz mit VMWare mithalten, reicht aber trotzdem völlig aus um z.B. Entwicklern eine umfangreiche Testumgebung zur Verfügung zu stellen. Für aktuelle Games reicht die Performance naturgemäss jedoch nicht aus, genügt aber völlig um einige Spieleklassiker wieder auferstehen zu lassen. Ein neuer virtueller PC ist sehr schnell eingerichtet und betriebsbereit, die Vorbereitung einer virtuellen Festplatte dauert natürlich je nach Grösse einige Minuten. Selbst partitionieren ist dann mit Tools wie Partition Magic innerhalb der virtuellen Sitzung möglich, auch lassen sich z.B. alte PC's mit Hilfe von Ghost Images nach VPC migrieren, vorausgesetzt Ghost wird einmalig mit den richtigen Parametern konfiguriert. Die Installation eines neuen Betriebssystems kann direkt über das echte CD/DVD-Laufwerk oder Diskettenlaufwerk erfolgen, ganz so, als ob man wirklich vor einem anderen Rechner sitzt. VPC ist ausgereift, absolut stabil und intuitiv bedienbar. Die Dokumentation allerdings ist mehr als dürftig, aber es gibt genug Infoquellen dafür im Internet. Seit Juli 2006 ist VPC 2004 kostenlos direkt bei MS downloadbar und hat damit ein z.Z. unschlagbares Preis/Leistungsverhältnis. Update: Seit 19 Februrar 2007 ist die Version 2007 erhältlich. Primäre Änderungen sind offizielle Unterstützung für Windows Vista (ging aber auch schon vorher, was das Gastbetriebssystem betrifft) sowie Unterstützung für die Hardware-Virtualisierung moderner Prozessoren und Unterstützung für ISO Dateien grösser als 2.2GB. Positiv ist ausserdem die nun deutlich bessere Dokumentation. Leider bietet es nach wie vor keine USB Unterstützung. Virtual PC 2004 Virtual PC 2007 TrueCrypt
Unverzichtbar in Bereichen in denen mit sensiblen Daten hantiert wird, ist eine starke Verschlüsselungs-Software. Beispielsweise Sourcecodes auf mobilen Datenträgern wie USB-Sticks, USB-Fstplatten usw. benötigen besonderen Schutz. Oder auch ganz einfach Dateien die Zugangsdaten enthalten - also allgemein Passwörter z.B. - bedürfen eines besonderen Schutzes. Und wenn es sich um elektronische Informationen handelt, bietet sich sofort Verschlüsselung durch Software an. TrueCrypt ist eine solche Software zum verschlüsseln sensibler Daten. TrueCrypt ist zudem Opensource, das heisst der Quelltext (Sourcecode) des Programmes liegt öffentlich vor und kann von Personen die über das entsprechende Knowhow verfügen auf Fehler (Bugs) oder Sicherheitsmängel (Security flaws) oder gar Hintertürchen (Backdoors) hin durchleuchtet werden. TrueCrypt bietet prinzipiell drei grundlegende Methoden an, sensible Daten sicher verschlüsselt auf einem Datenträger abzulegen. Das wären zuerstmal die sogenannten verschlüsselten Container. Bei einem Container handelt es sich um eine ganz normale Datei die als Laufwerk angemeldet wird. Mit diesem Laufwerk hantiert der Benutzer wie mit jedem anderen normalen Laufwerk auch, also Dateien anlegen, kopieren, verschieben und so weiter. Allerdings mit dem Unterschied, das die Daten eines solchen Laufwerks verschlüsselt im Container gespeichert werden. Die zweite Methode, die verschlüsselte Partition, bietet ebenfalls ein Laufwerk auf das der Benutzer normal zugreifen kann, aber hier wird eine ganze Partition als Datenspeicher verwendet. Die dritte Methode ist die Systemverschlüsselung. Hierbei wird gleich die ganze Bootpartition auf der das Windows installiert wurde verschlüsselt. Idealerweise verschlüsselt man dabei (optional) auch gleich noch alle anderen Partitionen auf der Platte. Die dritte Methode ist also perfekt geeignet für Laptops. Ausserdem bietet TrueCrypt bei den drei grundlegenden Methoden noch weitere zusätzliche Features die die Sicherheit weiter erhöhen können. TrueCrypt ist sehr flexibel in Bezug auf die Möglichkeiten und auch der Handhabung. TrueCrypt ist auf der einen Seite recht komplex, lässt sich aber auf der anderen Seite wirklich einfach bedienen. Damit ist TrueCrypt wirklich für jeden geeignet, der seine Daten schützen möchte oder muss, ohne dafür gleich einen Kryptographie-Experten engagieren oder gar selbst ein spezielles IT- Studium absolvieren zu müssen. ![]() |